Vorschau Bundesliga: SV Werder Bremen – VfL Wolfsburg

An Toren wird es in diesem Duell vermutlich nicht mangeln, denn beide Teams bestechen durch ihre Angriffsreihen. Die Zuschauer erwartet ein echtes Spitzenspiel.

26.11.2009 19:14:22

Trainer Thomas Schaaf gratuliert seinem Schützling Aaron Hunt (Getty, Bongarts)
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Trainer Thomas Schaaf gratuliert seinem Schützling Aaron Hunt (Getty, Bongarts)

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Von Christoph VOGEL

Bremen. Das 0:6 in Freiburg war nur ein weiteres dickes Ausrufezeichen von Werder Bremen im Kampf um die Spitzenposition in der Bundesliga. Momentan steht noch Leverkusen auf dem Platz an der Sonne, doch ausgerechnet gegen den amtierenden Meister soll der Sprung nach ganz oben gepackt werden. Der VfL Wolfsburg will das natürlich verhindern.

PERSONAL & TAKTIK

Unter der Woche kehrten Peter Niemeyer und Tim Borowski zurück ins Training. Für beide kommt das Spiel gegen Wolfsburg aber wohl noch ein wenig zu früh. Verteidiger Naldo litt an einer Erkältung und Stürmer Pizarro reiste noch einmal nach München zu Dr. Müller-Wolfahrt, um sich weiter behandeln zu lassen. Ein Einsatz am Wochenende ist somit nicht sicher. Wolfsburg muss auf den Kapitän Josue aufgrund dessen fünften gelben Karte verzichten, ansonsten stehen Trainer Veh alle Spieler zur Verfügung.

FORMKURVE & AUSGANGSLAGE

Das bereits erwähnte 0:6 gegen Freiburg war eine Demonstration der Bremer Stärke. Bedeutend auch, dass gegen Ende der Partie nicht der Schlendrian einkehrte und doch noch ein Freiburger Schuss im Kasten von Tim Wiese landete. Platz zwei ist nur die logische Konsequenz aus den Leistungen der letzten Wochen. Wolfsburg musste eine bittere 2:1-Niederlage in Moskau hinnehmen und verpasste so die vorzeitige Qualifikation für das Achtelfinale. In der Bundesliga steht momentan Platz acht zu Buche – für den Meister sicher zu wenig. Knackpunkt ist die Defensive, die schon 23 Gegentore zuließ.

DER DIREKTE VERGLEICH

Das Spiel feiert ein kleines Jubiläum, denn es ist die 25. Partie in der Bundesliga-Geschichte zwischen Werder und Wolfsburg. Bremen gewann von den bisherigen Vergleichen elf, der VfL hingegen neun. In der letzten Saison geriet Bremen am letzten Spieltag mit 5:1 unter die Räder. Im Anschluss feierten die Wölfe ihre erste deutsche Meisterschaft.

DIE SCHLÜSSELSPIELER

Obafemi Martins ist bei den Wölfen eine echte Alternative, während Dzeko gegen Moskau ein Tor des Nigerianers „verhinderte“ (er stand im Abseits), aber auch selbst eins schoss. Mesut Özil indes lässt Claudio Pizarro vergessen und holte sich gegen Freiburg fünf Scorerpunkte (vier Vorlagen, ein Tor). Auch Marin wächst immer mehr in seine Aufgaben und Ansprüche herein.

DAS DUELL DES SPIELS

Tim Wiese sieht sich vermutlich dem Torschützenkönig der vergangenen Saison gegenübergestellt, der ihm beim letzten Vergleich noch zwei Tore einschenkte. Das will der Keeper nun verhindern und befindet sich im Vorfeld in absoluter Topform, während beim Brasilianer der Schuh etwas klemmt.

AUFGESPIESST

Tim Borowski (Werder Bremen): „Nachdem ich in den vergangenen Tagen schon gelaufen bin, konnte ich heute auch wieder mit dem Balltraining beginnen. Ich habe keine Schmerzen mehr und fühle mich gut. Erst wenn ich zu 100 Prozent fit bin, steige ich wieder ein.“

DIE PROGNOSE

Die beste Offensive trifft auf die 3.-Beste – das verspricht ein echter Leckerbissen zu werden. Doch Bremens Abwehr ist stabiler als in der Vorsaison und ließ erst zehn Gegentore zu, was den Topwert hinter Leverkusen (9) bedeutet. Daher der Tipp: 3:0 für Bremen.

Eure Meinung: Bestätigt Bremen seine Ambitionen auf den Meistertitel durch einen Sieg gegen den amtierenden Champion?

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