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Spielbericht DFB-Pokal: TSV 1860 München – FC Schalke 04
1860 München hat den FC Schalke 04 vor keine größeren Probleme gestellt und sich im eigenen Stadion den Zahn ziehen lassen. Trotz Schongang setzte sich die Magath-Elf am Ende klar und deutlich mit 3:0 durch. Alle Tore wurden von gelernten Verteidigern erzielt.
28.10.2009 20:54:19
DFB Pokal 1860 München - Schalke 04: Rafinha überwindet Gabor Kiraly (Bongarts / Getty-Images)
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Spieler
München. Der TSV 1860 München hat das heutige Match wohl mit einem Freundschaftsspiel verwechselt. Obwohl S04 nur im Schongang kickte, fehlte bei den Hausherren die Leidenschaft hier überhaupt eine Sensation landen zu wollen.
PERSONAL & TAKTIK
Trotz jüngster Kritik vertraute Ewald Lienen auf die Erfahrung von Benjamin Lauth, neben dem Cooper statt Mlapa stürmen durfte. Messi-Cousin Biancucchi wurde ebenso wie Kaiser zum Zuschauen verdammt, dafür bekamen Aigner und Camdal die Chance von Anfang an sich zu beweisen. Felix Magath schonte Jefferson Farfan sowie Mineiro, ließ dafür Lewis Holtby auf Rechtsaußen im 4-3-3 agieren, wo Rafinha im Mittelfeld überraschte. Benedikt Höwedes kehrte in die Viererkette zurück.
SPIELVERLAUF 1. HÄLFTE
Ebenbürtig starteten die Müncher „Löwen“ ins Achtelfinale, die durch eine Ludwig-Freistoßflanke, die im Fünfmeterraum allerdings keinen Abnehmer fand, nach zehn Minuten zum ersten Mal dem Kasten der „Knappen“ gefährlich nah kamen. Ein Standard war es auch, mit dem „Königsblau“ erste Annäherungsversuche wagten, Heiko Westermann köpfte Rafinhas Ecke jedoch übers Ziel (17.). In der folgenden Szene wurde Gabor Kiraly gleich doppelt geprüft, einmal durch Kevin Kuranyi aus 13 Metern, und Sekunden später durch Lukas Schmitz aus doppelter Distanz (18.). Dann ebbte das Spiel für zwanzig Minuten ab. Keine Mannschaft traute sich etwas, und Schalke 04 hatte deutlich mit dem Abwehrriegel der „Sechziger“ zu kämpfen. 1860 München hielt sehr gut dagegen und hatte in der 37. Minute sogar die Chance zur Führung. Nach einem Doppelpass zwischen Aigner und Ignjovski scheitert der Serbe allerdings vor Manuel Neuer, da Benedikt Höwedes gerade noch so die Kugel abgrätschen konnte. Statt 1:0 für die Hausherren, gelang der Magath-Elf einen Augenblick später das Tor. Nach guter Übersicht von Kuranyi konnte Gabor Kiraly den ersten Rafinha-Schussversuch von 16 zwar glänzend parieren, ist beim zweiten Abpraller allerdings machtlos. „Königsblau“ jubelte kurz vor dem Pausenpfiff sogar ein weiteres Mal, nachdem ein abgefälschter Moritz-Schuss in den Maschen landete, doch der Linienrichter hatte eine Abseitsstellung gesehen.
SPIELVERLAUF 2. HÄLFTE
Durchgang zwei begann so wie Halbzeit eins endete, nämlich mit einem Tor und einem Nachleger, der aberkannt wurde. In der 48. Minute bewies Höwedes Stürmerqualitäten, als er eine Holtby-Vorlage aus der Drehung eiskalt verwandelte. Lukas Schmitz verzweifelte , als eine nächste Bude erneut wegen Abseits nicht zählte. Diesmal war die Szene jedoch eindeutiger, da Kuranyi Kiraly klar behinderte (51.). Wenige Sekunden später legte Holtby sogar noch einen Pfostenschuss hinterher, nachdem Schiedsrichter Schmidt zuvor auf Vorteil nach Foul von Ignjovski gegen Moritz entschieden hatte. Das 2:0 spielte Schalke klar in die Karten, die von nun an das Ergebnis schlau verwalteten und sogar gelegentlich gefährlich vor Kiralys Kasten auftauchten. Kurz vor Schluss kam Benedikt Höwedes sogar zu seinem zweiten Treffer des Abends, als er am zweiten Pfosten eine Westermann-Verlängerung nur noch zum 3:0-Endstand einnicken muss.
SCHLÜSSELSZENEN
Ignjovski hatte in der 37. Minuten die Führung auf dem Fuß. Die „Löwen“ waren zu dem Zeitpunkt ebenbürtig. Hätte der Serbe cool verwandelt hätte es den Spielverlauf wohlmöglich komplett auf den Kopf gestellt. Stattdessen stach Schalke zu und nahm das Match in die Hand.
SCHLÜSSELSPIELER
Benedikt Höwedes hatte ebenso einen guten Tag wie Lewis Holtby, der sich auf seine Einsatzmöglichkeit freute. Erster krönte seinen souveränen Auftritt sogar mit zwei Treffern. Besser geht’s nicht Auch Kevin Kuranyi bot eine konzentrierte Leistung. Matchwinner war allerdings das Dreiermittelfeld der „Knappen“ bestehend aus Schmitz, Moritz und Rafinha über die alles lief und die selbst Gefahr ausstrahlten.
SPIELER DES SPIELS – Benedikt Höwedes
Souveräner Auftritt des Youngsters. Das 1:0 zuerst verhindert in der 37. Minute mit hervorragendem Einsatz, im zweiten Durchgang zwei Buden erzielt. Das 2:0 sogar in bester Mittelstürmer-Manier aus der Drehung. Großes Kino!
SCHIEDSRICHTER – Markus Schmidt
Abseitsentscheidung beim Schmitz-Tor in der 45. Minute fragwürdig, ansonsten souverän und fehlerlos.
SPIELNOTE – 3,5
Lauer Kick, hatte nichts von einem Pokalfight. Kein Biss der „Löwen“, die ihre „Alles-oder-Nichts-Chance“ nicht wahrnahmen, während Schalke ein paar Minuten Vollgas reichten, um ein klares Ergebnis ins Viertelfinale zu verwalten und Kräfte für das Topmatch gegen Leverkusen zu schonen.
Das Spiel in der Goal.com-Statistik
FAZIT
Schalkes Jungspunde spielen immer abgezockter. Der Revierclub kann mit angezogener Handbremse locker ins Viertelfinale spazieren. Die Löwen waren einfach zu zahm.
Wie habt ihr das Match gesehen? Hat Magath seine Talente bereits zu einem Top-Team geformt?
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