Flop of the Match: Thomas Hitzlsperger

Als deutscher Nationalspieler wurde er in der gesamten Republik schon gefeiert. Als Kapitän hat er beim VfB Stuttgart vieles erreicht und einiges miterlebt. Als Spieler mit Charakter versuchte er immer wieder, sein Team anzupeitschen. Aber in Sevilla versagte Thomas Hitzlsperger auf ganzer Linie. In dieser Form kann er seinem Verein derzeit nicht weiterhelfen. Und damit gerät auch sein Platz in der Nationalmannschaft in Gefahr.

04.11.2009 23:08:28

Thomas Hitzlsperger trifft gegen Energie
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Thomas Hitzlsperger trifft gegen Energie

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(dw) Sevilla. „Ich werde jetzt hier keine Einzelkritik betreiben. In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft als Kollektiv versagt“, wollte sich Trainer Markus Babbel nach dem 1:1-Unentschieden gegen den FC Sevilla nicht zu einer Bewertung von Thomas Hitzlsperger hinreißen. Und dennoch ist der deutsche Nationalspieler schlichtweg nicht mit den anderen Kickern bei den Schwaben zu vergleichen. Er hat ein anderes Standing innerhalb des VfB Stuttgart. Er soll in schweren Phasen zum Führungsspieler werden, Verantwortung übernehmen. Stattdessen aber wird er mehr und mehr zu einem der größten Unsicherheitsfaktoren im Spiel des Bundesligisten.

Schwach in jeglicher Hinsicht

In den Zweikämpfen ist er längst nicht mehr so robust, wie noch in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit. Sein Spitzname „The Hammer“ scheint schon länger nicht mehr angebracht zu sein. Und auch seine Abspiele sind erschreckend schwach. Schon ganz früh in der Begegnung hatte er eine tolle Chance, als er zusammen mit drei Mitspielern gegen nur zwei Spanier ran musste. Er hätte den Konter des Abends einleiten können. Dann aber passierte es wieder: Er zögerte, dachte nach. Wohin mit dem Ball? Und ehe er diese Frage endgültig beantwortet hatte, war sein Abspiel auch schon passiert – zum Gegenspieler. Eine Szene, wie sie in einem solchen Ausmaß eigentlich nur noch mit dem Adjektiv „peinlich“ zu betiteln ist. In der Champions League darf eine solche Szene nie so schwach verschenkt werden.

WM in Gefahr

Und so sollte sich der Mittelfeldspieler schnell wieder fangen. Er gibt alles, will aber oft zu viel und verliert mehr und mehr sein Selbstvertrauen. Noch wird er öffentlich auch von seinem Trainer nicht kritisiert. Aber intern wird er sich wieder einiges anhören müssen. Denn ganz allmählich verliert er seine Führungsspieler-Rolle. Dabei ist doch gerade er immer so wichtig gewesen. In Stuttgart verliert er seinen außerordentlichen Ruf mehr und mehr. Und in der Nationalmannschaft wird er in dieser Form wohl kaum im Jahr 2010 zu finden sein...

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