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Beckenbauer über die Bayern-Krise
Klub-Ikone Franz Beckenbauer hat in seiner Kolumne in der Bild Stellung zur aktuellen Situation des deutschen Rekordmeisters genommen.
05.11.2009 06:10:20
Franz Beckenbauer, Bayern München (firo)
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Eine „paradoxe“ Situation
Die Situation stelle sich „nicht gerade tröstlich“ dar. Beckenbauer fordert endlich mehr Zielstrebigkeit und Torgefahr von der Mannschaft: „Dominanz auf dem Platz zu demonstrieren, ist gut und schön. Doch was nutzen 70 Prozent Ballbesitz, wenn der Ball meist quer und zurück läuft? [...] Gerade in der ersten Halbzeit sprühte die Mannschaft nicht gerade vor Leben. Ich weiß nicht, ob es an einer allgemeinen Verunsicherung liegt und die Spieler zu viel Angst haben, Fehler zu machen. Es ist im Grunde paradox: Bayern hat viele Stürmer – und zwar Top-Stürmer – und erzielt zu wenig Tore.“ In der Tat blieben die Bayern in den letzten neun Spielen fünf Mal ohne eigenen Treffer.
Warten auf Ribéry
Der „Kaiser“ hofft, dass Franck Ribéry bald wieder fit ist und der Mannschaft neue Impulse gibt. „Ich fühle mich wie in dem Theaterstück: „Warten auf Godot“. Bei Bayern heißt es: Warten auf Ribéry...“, erklärte Beckenbauer, der sich auch zu Trainer Louis van Gaal äußerte: „Nach dieser Niederlage werden einige Leute vorrechnen, unter Jürgen Klinsmann sei die Bilanz besser gewesen als unter Louis van Gaal. Was die Champions League angeht, stimmt das im Moment auch. Nur: Ich wehre mich dagegen, beide zu vergleichen. Klinsmann war ein Experiment mit einem jungen, unerfahreren Trainer. Van Gaal ist ein Fußball-Lehrer, der mit Ajax Amsterdam und Barcelona Erfolge gefeiert hat. Ich hoffe weiter, dies gelingt ihm auch mit dem FC Bayern.
Letztlich zählen hier wie in jedem Verein die Ergebnisse.“
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