Manchester. Englischer Rekordmeister ist Manchester United seit wenigen Tagen. Nun strebt der englische Traditionsklub auch in der Champions League den ganz großen Wurf an: Mit einem Sieg im Finale gegen den FC Barcelona könnte United die Königsklasse zum vierten Mal gewinnen. Der Verein hat in seiner Geschichte viele hervorragende Spieler beheimatet und hervorgebracht. Um Euch die Wartezeit bis zum Endspiel zu verkürzen, haben wir die beste Elf zusammengestellt:
TOR
Peter Schmeichel (1991-1999)
Sein Purzelbaum ist Kult: Nachdem Ole Gunnar Solskjaer ManUnited 1999 zum Last-Minute-K.O. über den FC Bayern geschossen hatte, machte Peter Schmeichel auf dem Rasen des „Camp Nou“ einen Salto. Für den dänischen Hünen war es nach acht Jahren in Manchester der perfekte Abschluss. Schmeichel war einer der besten Keeper seiner Zeit. Er agierte stets furchtlos und war in der Lage, atemberaubende Reflexe auszupacken. Sensationell gewann er 1992 mit der dänischen Nationalelf (129 Länderspiele) den EM-Titel, dazu kommen weitere neun große Titel mit United.

Der zweifache Welttorhüter des Jahres, der einst für umgerechnet 750.000 Euro von Bröndby Kopenhagen gekommen war, absolvierte 392 Pflichtspiele für Manchester und blieb dabei beeindruckende 177 Mal ohne Gegentreffer. Über die Stationen Sporting Lissabon und Aston Villa landete er beim Lokalrivalen Manchester City, wo er 2003 seine Laufbahn beendete. Heute arbeitet er als TV-Experte.
ABWEHR
Gary Neville (1992-2011)
Nevilles Karriereende liegt noch nicht lang zurück. Anfang des Jahres entschloss er sich, seine Karriere im Alter von 35 Jahren zu beenden. Nach vielen Verletzungen in den letzten Jahren, fand er nicht mehr zur Form, die ihn über weite Strecken seiner Laufbahn zu einem gefürchteten Gegenspieler machten. Der Rechtsverteidiger, der nach eigenem Bekunden kein großes Talent als Fußballer besaß, war ein emsiger Arbeiter. Er schuftete bereits als Teenager auch nach Trainingsende weiter, schaffte den Sprung in die erste Mannschaft und erkämpfte sich dort einen Stammplatz. Ende der 1990er Jahre bildete er auf seinem Flügel mit David Beckham ein kongeniales Duo.

Der 85-fache englische Nationalspieler übernahm 2005 die Kapitänsbinde von Roy Keane. Bei den Fans war er nicht nur wegen seiner aufopferungsvollen Spielweise beliebt, sondern auch, weil er ein echter Fan des Klubs war, für den er 19 Jahre lang bei den Profis spielte. Seine Jubelszenen nach Siegen gegen die Erzrivalen ManCity oder FC Liverpool brachten ihm die eine oder andere Geldstrafe ein. Nur vier Spieler haben in der Geschichte mehr Partien für United absolviert als „Nev“. Am Dienstagabend bekam er wegen seiner Verdienste um den Klub ein Abschiedsspiel gegen Italiens Rekordmeister Juventus Turin.
Nemanja Vidic (2006-heute)
„Veni, vidi, vidic“: Als relativ unbekannter Innenverteidiger kam Nemanja Vidic Anfang 2005 aus Moskau ins „Old Trafford“. Coach Sir Alex Ferguson hatte den körperlich robusten Serben lange beobachtet und sah in ihm die ideale Ergänzung zu Rio Ferdinand. Wie so oft lag „Fergie“ richtig. Nach einem halben Jahr der Eingewöhnungszeit auf der Insel machte Vidic eine bemerkenswerte Entwicklung durch. Mittlerweile zählt er zu den herausragenden Spielern auf seiner Position. Nicht Wenige halten ihn gar aktuell für den besten Innenverteidiger überhaupt.

Vidic, der seit dieser Spielzeit auch die Kapitänsbinde trägt, ist ein Kraftpaket, schnell und extrem zweikampfstark. Zudem verliert er kaum ein Kopfballduell, was ihn auch bei eigenen Standards zu einer gefährlichen Waffe macht. Vier Mal in den letzten fünf Jahren wurde er in der Premier League in die Mannschaft des Jahres gewählt, zudem wurde er 2009 und 2011 zum „Barclays Player of the Year“ gekürt.
Denis Irwin (1990-2002)
Sir Alex Ferguson hat in seiner Karriere viele Transfers getätigt, doch die Verpflichtung des unscheinbaren Denis Irwin bezeichnet er im Nachhinein als Beste überhaupt. Für 625.00 Pfund (knapp eine Millionen Euro) lotste er den Iren 1990 von Oldham Athletic nach Manchester. Unscheinbar, doch stets zufriedenstellend verrichtete Irwin seinen Dienst auf der linken Abwehrseite. Er war kein Freund großer Wort, immer höflich und bescheiden, war er ein ruhiger Vertreter. Irwin konnte nichts aus der Ruhe bringen, er war ein sicherer Elfmeterschütze und sein Siegtor in letzter Minute gegen Southampton 1995 in letzter Minute hielt das Titelrennen bis zum Schluss offen.

In der Rangliste Uniteds ewiger Einsätze rangiert Denis Irwin auf Platz acht. Bei seinem Abschiedsspiel gegen Manchester City ging es so sehr zur Sache, dass er nach einem Foul von George Weah nach gut einer halben Stunde verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Heute arbeitet als Reporter für Manchesters vereinseigenen Sender MUTV, zudem ist er als Kolumnist und TV-Experte tätig.
MITTELFELD
Roy Keane (1993-2005)
Roy Keane war ein Kapitän, wie Sir Alex Ferguson ihn sich nicht besser hätte malen können. Auch Ferguson war zu seiner aktiven Zeit ein Heißsporn und unermüdlicher Kämpfer gewesen. Diese Eigenschaften erkannte er in dem irischen Rauhbein Roy Keane und holte ihn für die damalige Rekordsumme von 3,75 Millionen Pfund (rund fünf Millionen Euro) nach Manchester. Der Mann mit der Nummer 16 beerbte Routinier Bryan Robson und gewann mit United das Double. Es rückten Jungspunde wie David Beckham, Ryan Giggs und Paul Scholes nach, sodass Keane als erfahrener Akteur die Führung übernahm.

Nach dem überraschenden Rücktritt Eric Cantonas, war es die logische Entscheidung Fergusons, Keane zu seinem neuen Kapitän zu machen. Trotz sein Eskapaden abseits des Rasens und zahlreicher Platzverweise, war er stets der unumstrittene Chef. Mit vollem Einsatz verrichtete er die Drecksarbeit und war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. So zum Beispiel beim Champions-League-Halbfinale 1999 gegen Juventus Turin: Nach einem 1:1 daheim lagen die Engländer im „Delle Alpi“ nach wenigen Minuten bereits mit 0:2 hinten. Keane krempelte die Ärmel hoch und erzielte per Kopf den Anschlusstreffer. „A captain's goal“, wurde der Treffer auf der Insel anschließend genannt. Manchester gewann das Spiel noch mit 3:2. 2005 wechselte er vor seinem Karriereende für ein Jahr zu Celtic Glasgow. Bei seinem Abschiedsspiel zwischen den beiden Klubs waren 69.591 Fans vor Ort - englischer Rekord.
Sir Bobby Charlton (1956-1973)
Eine Legende auf der Insel: Sir Bobby Charlton gewann in seiner Laufbahn, was es zu gewinnen gab. Er wurde Weltfußballer, führte Englands „Three Lions“ 1966 zum WM-Titel und holte mit Manchester United den Europapokal der Landesmeister. Der zentrale Mittelfeldspieler mit dem exzellenten Distanzschuss kam im Alter von 16 Jahren zu United. Drei Jahre später debütierte er in der ersten Mannschaft und gemeinsam mit Denis Law und George Best bildete er bald das gefürchtetste Offensivtrio in England. Noch heute hält er zahlreiche Vereinsrekorde, unter anderem ist er nach wie vor der beste Torschütze Uniteds überhaupt (249 Treffer).

George Best (1963-1974)
Als United-Scout Bob Bishop den jungen George Best in Belfast beobachtete, telegrafierte er Cheftrainer Matt Busby: „Ich glaube, ich habe hier gerade ein Genie entdeckt.“ Best wechselte nach Manchester. Dort avancierte er nicht nur zum besten Flügelspieler seiner Zeit, sondern auch zu einem der ersten Stars im Fußball. Der quirlige Rechtsaußen vereinte Schnelligkeit, Trickreichtum und Beidfüßigkeit. Außerhalb des Rasens sorgte er mit seinem extravaganten Lebenswandel für Schlagzeilen, seine Alkoholprobleme beeinträchtigten auch die Spätphase seiner Karriere. Genie und Wahnsinn liegen eben nah beieinander.

Für United spielte er elf Jahre lang und erzielte in 470 Partien 179 Tore. Seine Karriere ließ er anschließend unter anderem in den USA, Schottland und sogar Hongkong ausklingen. Die IFHHS kürte ihn 1999 zum elftbesten Spieler aller Zeiten und in Manchester und seiner Heimat Irland gilt noch immer folgender Spruch: „Maradona good, Pele better, George best.“
Ryan Giggs (1990-heute)
Die Karriere des „Welsh Wizard“ ist ein einziger Superlativ: Sir Alex Ferguson holte Ryan Giggs im Alter von 14 Jahren von Lokalrivalen City zu den „Red Devils“. Seit 24 Jahren ist er mittlerweile im Verein, mit über 800 Profispielen zum Rekordspieler und von den Fans zum besten United-Kicker aller Zeiten gewählt worden. Giggs gewann insgesamt 33 Titel und nahezu jede individuelle Auszeichnung, die es auf der Insel gibt.

Giggs startete seiner Karriere als klassischer Linksaußen. Dank seiner enormen Schnelligkeit und seiner begnadeten Technik wurde er schnell zum Albtraum für seine Gegenspieler. Luis Figo bezeichnete ihn einst als „talentiertesten Spieler der Welt“ und Zinedine Zidane mutmaßte, dass er in der Nationalelf auf die Bank gemusst hätte, wäre Giggs Franzose gewesen. Der heute 37-jährige gilt als Vorzeigeprofi, der dank seiner zurückgezogenen Lebensweise auch im hohen Alter noch großartige Leistungen bringen kann. Coach Ferguson setzt ihn mittlerweile meist in der Zentrale ein, wo Giggs dank seiner Spielübersicht und Passgenauigkeit weiterhin ein ganz wichtiger Akteur für Manchester ist.
ANGRIFF
Eric Cantona (1992-1997)
„1966 war ein großes Jahr für den englischen Fußball: Eric wurde geboren.“ Die Fans von Manchester United huldigen Eric Cantona noch immer mit Sprüchen wie diesem. Das „Enfant Terrible“ war ein genialer Stürmer. Einer, der jederzeit in der Lage war, ein Spiel mit einer genialen Aktion zu entscheiden. Er verfügte über eine grandiose Technik, war kaltschnäuzig und der geborene Anführer. Der Franzose, der die legendäre Nummer „7“ auf dem Trikot trug, wechselte 1992 von Leeds United als absoluter Wunschspieler von Sir Alex Ferguson zu United. Auf Anhieb führte er den Traditionsklub zur ersten Meisterschaft seit 1967.

Die Fans verziehen „King Eric“ auch seinen Kung-Fu-Tritt gegen einen Fan von Crystal Palace, weswegen er ein halbes Jahr gesperrt wurde. Cantona meinte dazu später : „Ich hatte in meiner Karriere viele gute Momente. Aber der, den ich bevorzuge, ist der, als ich den Hooligan trat.“ Im Alter von 31 Jahren beendete er 1997 überraschend seine Laufbahn. Seitdem arbeitete unter anderem als Werbefigur für einen Sportartikelhersteller und Nationaltrainer der französischen Beach-Soccer-Nationalmannschaft. Als Berater heuerte er vor wenigen Monaten beim amerikanischen Klub New York Cosmos an.
Mark Hughes (1980-1986, 1988-1995)
Die erfolgreichste Zeit seiner Karriere verbrachte Mark Hughes bei ManUnited. Dort startete er seine Laufbahn und nach zwei kurzen Gastspielen beim FC Barcelona und Bayern München kehrte er 1988 für die damalige Rekordablöse von 1,8 Millionen Pfund (etwa 3 Millionen Euro) zurück. „Sparky“ wurde prompt von seinen Kollegen zum Spieler des Jahres in England gewählt. Er schoss United zum Sieg im FA Cup (jener Erfolg, der Sir Alex Ferguson im Amt hielt) und 1992 erzielte er beim 2:1 im Finale des Europapokals der Pokalsieger gegen seinen Ex-Klub Barcelona beide Treffer.

Eric Cantona wechselte nach Manchester und gemeinsam mit Hughes bildeten er das beste Sturmduo der Insel. 1995 entschied sich Ferguson dazu, Hughes für viel Geld an den FC Chelsea zu verkaufen und dafür den aufstrebenden Andy Cole zu verpflichten. Hughes spielte noch für Southampton, Everton und die Blackburn Rovers, ehe er 2002 die Stiefel an den Nagel hängte. Mittlerweile arbeitet er als Trainer beim FC Fulham.
Denis Law (1962-1973)
Wer das „Old Trafford“ besucht, kommt an Denis Law nicht vorbei. Der Klub errichtete seinem einstigen Torjäger gemeinsam mit Sir Bobby Charlton und George Best eine Statue vor dem Stadion. Law, der im schottischen Aberdeen geboren wurde, ist bis heute der zweitbeste Torschütze in Uniteds Geschichte. Er erzielte in 404 Spielen beeindruckende 237 Treffer. Er begann sein Karriere bei Huddersfield Town, ehe er über ManCity und Torino zu United kam. Dort verlebte er seine erfolgreichste Zeit und wurde 1964 zu Europas Fußballer des Jahres gekürt.

Formation:
Ersatzbank: Edwin van der Sar, Rio Ferdinand, Jaap Stam, Bill Foulkes, Gary Pallister, Paul Ince, David Beckham, Cristiano Ronaldo, Lou Macari, Bryan Robson, Paul Scholes, Wayne Rooney, Ole Gunnar Solskjaer, Ruud van Nistelrooy, Andy Cole, Brian McClair.
TOR
Peter Schmeichel (1991-1999)
Sein Purzelbaum ist Kult: Nachdem Ole Gunnar Solskjaer ManUnited 1999 zum Last-Minute-K.O. über den FC Bayern geschossen hatte, machte Peter Schmeichel auf dem Rasen des „Camp Nou“ einen Salto. Für den dänischen Hünen war es nach acht Jahren in Manchester der perfekte Abschluss. Schmeichel war einer der besten Keeper seiner Zeit. Er agierte stets furchtlos und war in der Lage, atemberaubende Reflexe auszupacken. Sensationell gewann er 1992 mit der dänischen Nationalelf (129 Länderspiele) den EM-Titel, dazu kommen weitere neun große Titel mit United.

Der zweifache Welttorhüter des Jahres, der einst für umgerechnet 750.000 Euro von Bröndby Kopenhagen gekommen war, absolvierte 392 Pflichtspiele für Manchester und blieb dabei beeindruckende 177 Mal ohne Gegentreffer. Über die Stationen Sporting Lissabon und Aston Villa landete er beim Lokalrivalen Manchester City, wo er 2003 seine Laufbahn beendete. Heute arbeitet er als TV-Experte.
ABWEHR
Gary Neville (1992-2011)
Nevilles Karriereende liegt noch nicht lang zurück. Anfang des Jahres entschloss er sich, seine Karriere im Alter von 35 Jahren zu beenden. Nach vielen Verletzungen in den letzten Jahren, fand er nicht mehr zur Form, die ihn über weite Strecken seiner Laufbahn zu einem gefürchteten Gegenspieler machten. Der Rechtsverteidiger, der nach eigenem Bekunden kein großes Talent als Fußballer besaß, war ein emsiger Arbeiter. Er schuftete bereits als Teenager auch nach Trainingsende weiter, schaffte den Sprung in die erste Mannschaft und erkämpfte sich dort einen Stammplatz. Ende der 1990er Jahre bildete er auf seinem Flügel mit David Beckham ein kongeniales Duo.

Der 85-fache englische Nationalspieler übernahm 2005 die Kapitänsbinde von Roy Keane. Bei den Fans war er nicht nur wegen seiner aufopferungsvollen Spielweise beliebt, sondern auch, weil er ein echter Fan des Klubs war, für den er 19 Jahre lang bei den Profis spielte. Seine Jubelszenen nach Siegen gegen die Erzrivalen ManCity oder FC Liverpool brachten ihm die eine oder andere Geldstrafe ein. Nur vier Spieler haben in der Geschichte mehr Partien für United absolviert als „Nev“. Am Dienstagabend bekam er wegen seiner Verdienste um den Klub ein Abschiedsspiel gegen Italiens Rekordmeister Juventus Turin.
Nemanja Vidic (2006-heute)
„Veni, vidi, vidic“: Als relativ unbekannter Innenverteidiger kam Nemanja Vidic Anfang 2005 aus Moskau ins „Old Trafford“. Coach Sir Alex Ferguson hatte den körperlich robusten Serben lange beobachtet und sah in ihm die ideale Ergänzung zu Rio Ferdinand. Wie so oft lag „Fergie“ richtig. Nach einem halben Jahr der Eingewöhnungszeit auf der Insel machte Vidic eine bemerkenswerte Entwicklung durch. Mittlerweile zählt er zu den herausragenden Spielern auf seiner Position. Nicht Wenige halten ihn gar aktuell für den besten Innenverteidiger überhaupt.

Vidic, der seit dieser Spielzeit auch die Kapitänsbinde trägt, ist ein Kraftpaket, schnell und extrem zweikampfstark. Zudem verliert er kaum ein Kopfballduell, was ihn auch bei eigenen Standards zu einer gefährlichen Waffe macht. Vier Mal in den letzten fünf Jahren wurde er in der Premier League in die Mannschaft des Jahres gewählt, zudem wurde er 2009 und 2011 zum „Barclays Player of the Year“ gekürt.
Denis Irwin (1990-2002)
Sir Alex Ferguson hat in seiner Karriere viele Transfers getätigt, doch die Verpflichtung des unscheinbaren Denis Irwin bezeichnet er im Nachhinein als Beste überhaupt. Für 625.00 Pfund (knapp eine Millionen Euro) lotste er den Iren 1990 von Oldham Athletic nach Manchester. Unscheinbar, doch stets zufriedenstellend verrichtete Irwin seinen Dienst auf der linken Abwehrseite. Er war kein Freund großer Wort, immer höflich und bescheiden, war er ein ruhiger Vertreter. Irwin konnte nichts aus der Ruhe bringen, er war ein sicherer Elfmeterschütze und sein Siegtor in letzter Minute gegen Southampton 1995 in letzter Minute hielt das Titelrennen bis zum Schluss offen.

In der Rangliste Uniteds ewiger Einsätze rangiert Denis Irwin auf Platz acht. Bei seinem Abschiedsspiel gegen Manchester City ging es so sehr zur Sache, dass er nach einem Foul von George Weah nach gut einer halben Stunde verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Heute arbeitet als Reporter für Manchesters vereinseigenen Sender MUTV, zudem ist er als Kolumnist und TV-Experte tätig.
MITTELFELD
Roy Keane (1993-2005)
Roy Keane war ein Kapitän, wie Sir Alex Ferguson ihn sich nicht besser hätte malen können. Auch Ferguson war zu seiner aktiven Zeit ein Heißsporn und unermüdlicher Kämpfer gewesen. Diese Eigenschaften erkannte er in dem irischen Rauhbein Roy Keane und holte ihn für die damalige Rekordsumme von 3,75 Millionen Pfund (rund fünf Millionen Euro) nach Manchester. Der Mann mit der Nummer 16 beerbte Routinier Bryan Robson und gewann mit United das Double. Es rückten Jungspunde wie David Beckham, Ryan Giggs und Paul Scholes nach, sodass Keane als erfahrener Akteur die Führung übernahm.

Nach dem überraschenden Rücktritt Eric Cantonas, war es die logische Entscheidung Fergusons, Keane zu seinem neuen Kapitän zu machen. Trotz sein Eskapaden abseits des Rasens und zahlreicher Platzverweise, war er stets der unumstrittene Chef. Mit vollem Einsatz verrichtete er die Drecksarbeit und war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. So zum Beispiel beim Champions-League-Halbfinale 1999 gegen Juventus Turin: Nach einem 1:1 daheim lagen die Engländer im „Delle Alpi“ nach wenigen Minuten bereits mit 0:2 hinten. Keane krempelte die Ärmel hoch und erzielte per Kopf den Anschlusstreffer. „A captain's goal“, wurde der Treffer auf der Insel anschließend genannt. Manchester gewann das Spiel noch mit 3:2. 2005 wechselte er vor seinem Karriereende für ein Jahr zu Celtic Glasgow. Bei seinem Abschiedsspiel zwischen den beiden Klubs waren 69.591 Fans vor Ort - englischer Rekord.
Sir Bobby Charlton (1956-1973)
Eine Legende auf der Insel: Sir Bobby Charlton gewann in seiner Laufbahn, was es zu gewinnen gab. Er wurde Weltfußballer, führte Englands „Three Lions“ 1966 zum WM-Titel und holte mit Manchester United den Europapokal der Landesmeister. Der zentrale Mittelfeldspieler mit dem exzellenten Distanzschuss kam im Alter von 16 Jahren zu United. Drei Jahre später debütierte er in der ersten Mannschaft und gemeinsam mit Denis Law und George Best bildete er bald das gefürchtetste Offensivtrio in England. Noch heute hält er zahlreiche Vereinsrekorde, unter anderem ist er nach wie vor der beste Torschütze Uniteds überhaupt (249 Treffer).

George Best (1963-1974)
Als United-Scout Bob Bishop den jungen George Best in Belfast beobachtete, telegrafierte er Cheftrainer Matt Busby: „Ich glaube, ich habe hier gerade ein Genie entdeckt.“ Best wechselte nach Manchester. Dort avancierte er nicht nur zum besten Flügelspieler seiner Zeit, sondern auch zu einem der ersten Stars im Fußball. Der quirlige Rechtsaußen vereinte Schnelligkeit, Trickreichtum und Beidfüßigkeit. Außerhalb des Rasens sorgte er mit seinem extravaganten Lebenswandel für Schlagzeilen, seine Alkoholprobleme beeinträchtigten auch die Spätphase seiner Karriere. Genie und Wahnsinn liegen eben nah beieinander.

Für United spielte er elf Jahre lang und erzielte in 470 Partien 179 Tore. Seine Karriere ließ er anschließend unter anderem in den USA, Schottland und sogar Hongkong ausklingen. Die IFHHS kürte ihn 1999 zum elftbesten Spieler aller Zeiten und in Manchester und seiner Heimat Irland gilt noch immer folgender Spruch: „Maradona good, Pele better, George best.“
Ryan Giggs (1990-heute)
Die Karriere des „Welsh Wizard“ ist ein einziger Superlativ: Sir Alex Ferguson holte Ryan Giggs im Alter von 14 Jahren von Lokalrivalen City zu den „Red Devils“. Seit 24 Jahren ist er mittlerweile im Verein, mit über 800 Profispielen zum Rekordspieler und von den Fans zum besten United-Kicker aller Zeiten gewählt worden. Giggs gewann insgesamt 33 Titel und nahezu jede individuelle Auszeichnung, die es auf der Insel gibt.

Giggs startete seiner Karriere als klassischer Linksaußen. Dank seiner enormen Schnelligkeit und seiner begnadeten Technik wurde er schnell zum Albtraum für seine Gegenspieler. Luis Figo bezeichnete ihn einst als „talentiertesten Spieler der Welt“ und Zinedine Zidane mutmaßte, dass er in der Nationalelf auf die Bank gemusst hätte, wäre Giggs Franzose gewesen. Der heute 37-jährige gilt als Vorzeigeprofi, der dank seiner zurückgezogenen Lebensweise auch im hohen Alter noch großartige Leistungen bringen kann. Coach Ferguson setzt ihn mittlerweile meist in der Zentrale ein, wo Giggs dank seiner Spielübersicht und Passgenauigkeit weiterhin ein ganz wichtiger Akteur für Manchester ist.
ANGRIFF
Eric Cantona (1992-1997)
„1966 war ein großes Jahr für den englischen Fußball: Eric wurde geboren.“ Die Fans von Manchester United huldigen Eric Cantona noch immer mit Sprüchen wie diesem. Das „Enfant Terrible“ war ein genialer Stürmer. Einer, der jederzeit in der Lage war, ein Spiel mit einer genialen Aktion zu entscheiden. Er verfügte über eine grandiose Technik, war kaltschnäuzig und der geborene Anführer. Der Franzose, der die legendäre Nummer „7“ auf dem Trikot trug, wechselte 1992 von Leeds United als absoluter Wunschspieler von Sir Alex Ferguson zu United. Auf Anhieb führte er den Traditionsklub zur ersten Meisterschaft seit 1967.

Die Fans verziehen „King Eric“ auch seinen Kung-Fu-Tritt gegen einen Fan von Crystal Palace, weswegen er ein halbes Jahr gesperrt wurde. Cantona meinte dazu später : „Ich hatte in meiner Karriere viele gute Momente. Aber der, den ich bevorzuge, ist der, als ich den Hooligan trat.“ Im Alter von 31 Jahren beendete er 1997 überraschend seine Laufbahn. Seitdem arbeitete unter anderem als Werbefigur für einen Sportartikelhersteller und Nationaltrainer der französischen Beach-Soccer-Nationalmannschaft. Als Berater heuerte er vor wenigen Monaten beim amerikanischen Klub New York Cosmos an.
Mark Hughes (1980-1986, 1988-1995)
Die erfolgreichste Zeit seiner Karriere verbrachte Mark Hughes bei ManUnited. Dort startete er seine Laufbahn und nach zwei kurzen Gastspielen beim FC Barcelona und Bayern München kehrte er 1988 für die damalige Rekordablöse von 1,8 Millionen Pfund (etwa 3 Millionen Euro) zurück. „Sparky“ wurde prompt von seinen Kollegen zum Spieler des Jahres in England gewählt. Er schoss United zum Sieg im FA Cup (jener Erfolg, der Sir Alex Ferguson im Amt hielt) und 1992 erzielte er beim 2:1 im Finale des Europapokals der Pokalsieger gegen seinen Ex-Klub Barcelona beide Treffer.

Eric Cantona wechselte nach Manchester und gemeinsam mit Hughes bildeten er das beste Sturmduo der Insel. 1995 entschied sich Ferguson dazu, Hughes für viel Geld an den FC Chelsea zu verkaufen und dafür den aufstrebenden Andy Cole zu verpflichten. Hughes spielte noch für Southampton, Everton und die Blackburn Rovers, ehe er 2002 die Stiefel an den Nagel hängte. Mittlerweile arbeitet er als Trainer beim FC Fulham.
Denis Law (1962-1973)
Wer das „Old Trafford“ besucht, kommt an Denis Law nicht vorbei. Der Klub errichtete seinem einstigen Torjäger gemeinsam mit Sir Bobby Charlton und George Best eine Statue vor dem Stadion. Law, der im schottischen Aberdeen geboren wurde, ist bis heute der zweitbeste Torschütze in Uniteds Geschichte. Er erzielte in 404 Spielen beeindruckende 237 Treffer. Er begann sein Karriere bei Huddersfield Town, ehe er über ManCity und Torino zu United kam. Dort verlebte er seine erfolgreichste Zeit und wurde 1964 zu Europas Fußballer des Jahres gekürt.

Formation:
Schmeichel
Neville – Vidic – Irwin
Best – Keane – Charlton – Giggs
Cantona – Hughes – Law
Neville – Vidic – Irwin
Best – Keane – Charlton – Giggs
Cantona – Hughes – Law
Ersatzbank: Edwin van der Sar, Rio Ferdinand, Jaap Stam, Bill Foulkes, Gary Pallister, Paul Ince, David Beckham, Cristiano Ronaldo, Lou Macari, Bryan Robson, Paul Scholes, Wayne Rooney, Ole Gunnar Solskjaer, Ruud van Nistelrooy, Andy Cole, Brian McClair.
