Präsident Herbert Hainer vom FC Bayern München spricht rund um den Vertragspoker mit Michael Olise Klartext. Dabei wendet er sich auch an Real Madrid.
"Der FC Bayern ist ein Klub, der nicht verkaufen muss. Wir treffen unsere Entscheidungen aus der Stärke heraus. Michael Olise hat noch einen Vertrag bis 2029 bei uns", sagte Hainer bei Bild TV und betonte: "Ich wünsche mir und bin hoffnungsvoll, dass er irgendwann auch verlängert."
In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es immer wieder Spekulationen über einen möglichen Abgang des Franzosen gegeben. "Ganz egal, ob Real Madrid oder wer auch immer angreift: Wir wissen uns ganz gut zu verteidigen. Der FC Bayern hat einiges zu bieten", ergänzte der 72-Jährige. Allen voran während der WM in den USA, Mexiko und Kanada hatte dahingehend die Gerüchteküche gebrodelt. Angeblich sollen die Königlichen dazu bereit sein, bis zu 200 Millionen Euro für den Ausnahmekönner in die Hand zu nehmen.
In München wird indes an einer Ausdehnung des nach dieser Saison noch zwei Jahre laufenden Arbeitspapiers von Olise gearbeitet. Konkrete Gespräche fanden allerdings noch nicht statt, wie Sportvorstand Max Eberl am Rande des 2:2 gegen den FC Augsburg verriet. Hainer ist grundsätzlich aber zuversichtlich, eine Einigung mit der Spielerseite zu erzielen.
Schließlich fühle sich Olise "sehr wohl" bei den Bayern. "Als er zu uns kam, kannten ihn nur die Insider. Jetzt kennt ihn die ganze Fußballwelt", sagte er. Zudem sei die gemeinsame Erfolgsgeschichte noch lange nicht zu Ende erzählt. "Ich bin überzeugt, dass er eines Tages den Ballon d'Or gewinnt - vielleicht sogar schon in diesem Jahr."
Neuer Vertrag: So will der FC Bayern Michael Olise überzeugen
Zuletzt waren nach und nach Details durchgesickert, wie der FCB dem 24-Jährigen angeblich einen langfristigen Verbleib schmackhaft machen will. Fabrizio Romano berichtete etwa von einer Ballon-d'Or-Klausel, wonach Olise eine Bonuszahlungen erhielte, sollte er die begehrte Auszeichnung tatsächlich gewinnen.
Sky wurde indes deutlich konkreter. Demnach sollen die Bayern den französischen Nationalspieler mit einem bis 2032 gültigen Vertrag locken. Als mögliches Jahresgehalt stehen 25 Millionen Euro im Raum. Damit würde Olise in die Gehaltsregionen der Bestverdiener Harry Kane und Jamal Musiala vorstoßen. Aktuell soll Olise rund 14 Millionen Euro pro Jahr kassieren. Selbst bei Real Madrid soll man inzwischen davon ausgehen, dass der Offensivspieler dem deutschen Rekordmeister erhalten bleibt. Die Königlichen wird bereits seit geraumer Zeit großes Interesse an einem Transfer nachgesagt.
Getty ImagesMichael Olise: Warum gibt es noch keine Gespräche?
Aus Olises Umfeld hieß es dem Vernehmen nach hingegen, dass er nur mit einer Ausstiegsklausel unterschreiben würde. Bereits bei seinem früheren Klub Crystal Palace hatte sich der hochveranlagte Offensivspieler eine solche Option gesichert. Der FC Bayern machte davon 2024 Gebrauch und verpflichtete Olise für 53 Millionen Euro. In seinem aktuellen Kontrakt ist eine Ausstiegsklausel hingegen nicht enthalten.
Ehe die Bemühungen mit Olise intensiviert werden sollen, genießen die Verhandlungen mit Kane Vorrang. Der Vertrag des Engländers läuft am Saisonende aus. Die Gespräche mit dem Torjäger ziehen sich seit Wochen. Kane selbst hatte zuletzt aber Hoffnung auf ein baldiges Ende gemacht. "Wir sind ziemlich nah dran. Ich fühle mich wohl. Es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis es eine Verkündung geben wird", sagte der 33-Jährige und sprach von "offenen Diskussionen".





